Es wird angenommen, daß die
Verkarstung viele Jahrmillionen
in Anspruch genommen hat.
Der hier vorherrschende
Kalkstein schließt aufgrund
seiner Wasserdurchlässigkeit
die Bildung von Oberflächengewässern
praktisch aus. Dadurch entstanden typische Karstphänomene, wie z.B.
das Versickern von Wasser
in den Boden und die Bildung
von Dolinen, Höhlen und
Schlucklöchern. Selbstverständlich
fehlt es auf dem Karst
angesichts seiner besonderen
Bodenstruktur nicht an Tümpeln
und kleinen Seen. Der bekannteste davon liegt in Percedol, im Trichter einer breiten Doline. Die bekannteste und zugleich meistbesuchte Karsthöhle ist sicherlich die Grotta Gigante, deren zentrale Halle den ganzen Petersdom aufnehmen könnte.

Sehenswert ist auch die im 14. Jh. von den Bewohnern der Umgebung zum Schutz gegen die Türkeneinfälle errichtete Festung Monrupino. Dieser historisch faszinerende Ort ist gleichzeitig einer der schönsten Aussichtspunkte im Karst. In seiner Kirche findet alle zwei Jahre die volkstümliche "Karsthochzeit" statt.
Eine Tradition dieser Gegend ist die kurzfristige Öffnung von "osmizze", einer Art Heuriger.
Vielleicht nicht die schnellste, sicher aber die romantischste Art, nach Triest zu gelangen, ist eine Fahrt mit der alten Zahnradbahn, von Opicina bis Piazza Oberdan.