1) Basilika San Donato war ursprünglich eine bescheidene, dem Marienkult gewidmete Kappelle. Als im Jahre 1125 auf Auftrag des Dogen Domenico Michiel der Körper des Hl. Donato eingeholt wurde, erhielt sie den Namen des Heiligen.Basilika San Donato war ursprünglich eine bescheidene, dem Marienkult gewidmete Kappelle. Als im Jahre 1125 auf Auftrag des Dogen Domenico Michiel der Körper des Hl. Donato eingeholt wurde, erhielt sie den Namen des Heiligen.Fondamenta Navager. Der Adlige Andrea Navager war hier im Besitz eines Palasts, der über herrliche Gärten verfügte. Als Diplomat gezwungen, lange Perioden im Ausland zu verweilen, schrieb Navager an Verwandte und Freunde mit der Bitte, sich der Pflanzen und Blumen seiner Gärten anzunehmen.Der Canal Grande von Murano. Sicherlich hat bei der Namensgebung Stolz auf die bekannteste Wasserstrasse Venedigs mitgespielt, Man darf freilich anmerken, dass die Kurvenform des Muraner Kanals an den Venedigs erinnert.Werftgelände ("squero") aus dem 16. Jh. Der "Squero" ist eine Werft, wo Privatpersonen kleinere Handelsschiffe konstruierten, während die grossen Schiffe und die Kriegsgaleeren ausschliesslich in dem staatlichen Arsenale in Venedig gebaut wurden.In den Kartendarstellungen des 16. Jhs. erscheinen die inneren Ufer der Inseln, die sog. "Sacche", noch sumpfig und unbewohnt. Der Ort hatte in jenen Jahren eine Fläche von 38 h, während die "Sacche" heute aufgeschüttet sind und die Fläche auf 150 h angewachsen ist.Die urbanistische Ausdehnung Muranos stützt sich auf die Eindämmung der Kanäle, wo der Boden fester ist. Längs dieser, zum Canal Grande führenden Achse entstehen die vom Volk bewohnten Wohnhäuser und dahinter die Glasbrennereien und Gärten.In diesem Teil der Insel liegen die berühmten Gärten, die von den ersten Bewohner mit grosser Geduld angelegt wurden. Noch heute ist Murano wegen der Frische seines Obsts und Gemüse bekannt, darunter die Salate und die Erbsen für das Volksgreicht "risi e bisi" (Reis und Erbsen).Hinter den Gärten liegen die Glasbrennereien, die 1292 wegen ständiger Brandgefahr aus Venedig ausgelagert. Die Brennereien unterlagen strengen Auflagen, um die Gesundheit der Bewohner zu schützen.Die Mündung des Canale degli Angeli (Kanal der Engel), die zur gleichnamigen Kirche führt. Im Murano des 16. Jhs. zählte man neben der Basilika San Donato 17 weitere Kirchen und 29 Klöster, Oratorien und Brüderschaften.Das alte Kloster Santa Maria gegenüber der Mutterinsel Murano, das in den ersten Karten, die im 11. Jh. vom Kartographen Temanzi angefertigt wurden, isoliert erscheint. Die Klosterbrüder hatten bei der Urbarmachung der Insel eine grosse Bedeutung.